Vom Korn zum Mehl zum Kuchen

Heute ist der 19. Deutsche Mühlentag und an diesem öffnen die Mühlen in Deutschland ihre Pforten für interessierte Besucher. R. und ich nahmen das gute Wetter und den Tag der offenen Tür zum Anlass, die nahegelegene Bettinger Mühle zu besuchen. Zwar wird in dieser Mühle seit 1978 nicht mehr gemahlen, doch die Gerätschaften sind noch sehr gut erhalten und dank einer tollen Führung erhielt ich heute einen schönen Einblick in den Weg des Korns vom Feld bis in den Mehlsack. Das Gitter rechts neben diesem
Quetschstuhl war der Startpunkt der Reise durch die Mühle. Hierein wurden die Körner bei Anlieferung geschüttet und gelkangten über eine Schacht in die nächst tiefere Etage der Mühle, wo sich der Aspirateur befand.
Anhand des Aspirateurs wurden die Körner gereinigt, also von Steinen, Ackerboden und Halmen befreit. Nach dem Aspirateur wurden die Körner in einem Trieur weitergereinigt. Dieser Sortiert Körner aus, die nicht gemahlen werden sollen. So zum BeispielUnkrautsaamen Körner anderer Getreide. Die Selektion mit dem Trieur erfolgt über die Länge des Getreidekorns. Dieser erkennt zum Beispiel ein Haferkorn unter einer Lieferung Weizen, da Haferkörner länger als Weizenkörner sind und sortiert diese dann von den übrigen Weizenkörnern aus.
Über ein Becherwerk, den sogenannten Elevateur gelangten die Körner wieder in die Etage der Anlieferung. Dort kamen sie in den Quetschstuhl, in dem die Körner aufgequetscht, um die Vermahlleistung zu erhöhen. Von hier aus musste das Korn in die 3. Etage der Mühle gelangen, wo es dann von oben in den Walzenstuhl gefüllt und gemahlen wurde. Bevor es 1935 in der Bettinger Mühle Quetsche und Walzenstuhl gab, füllte der Müller die Körner in den Mühlstein. 

Ein Korn muss mehrmals gemahlen werden, umd en kompeltten Mehlkörper von der Kleie zu lösen. Zu 80 % besteht ein Korn aus dem Mehlkörper, zu 20 % aus Kleie. Je dunkler ein Mehl ausgemahlen wird, desto mehr Mineralstoffe enthält es (also Schalenteile). Für uns Backende hat das nur die Bedeutung, dass ein Mehl 1050 mehr Mineralstoffe enthält als ein Mehl Type 405. Für das Backergebnis bedeutet es nichts mehr als den ästhetischen Aspekt, dass sich kleinere Typen für Kuchen und Biskuits durchgesetzt haben, höhere hingegen für Brote und dunkle Gebäcke.
Hier noch einige Eindrücke der Mühle: 




Ich hatte heute viel Spaß und fand es wahnsinnig interessant, wie das Korn zu Mehl verarbeitet wurde. Wenn ihr die Chance habt, eine Mühle zu besichtigen, nutzt sie.
Ein schönes restliches Pfingstwochenende wünscht Euch Eure Cake-Vic


Natürlich dürfen es gerne und oft Cupcakes sein, die die Kaffeetafel komplettieren. Im letzten Jahr habe ich mich mit den Backblogkollegen von 









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